Brasilien Salvador de Bahia
Reisezeit Juni 2007
Nach einer Flugdauer von ca. 9 Stunden sind wir in "Salvador de Bahia" gelandet. Der Himmel war bedeckt und es wehte ein frischer Wind beim Verlassen des Fliegers. Das Einreisevisa haben wird schon im Flugzeug ausgefüllt und somit war die Einreise recht unproblematisch.
Unser Hotel lag 57 km vom Flughafen und 4 km von der Stadt "Praia do Forte" entfernt und erfreut sich einer ruhigen Lage mit Palmen und Gärten am Rande des Atlantischen Ozeans, dessen Wellen den Strand vor dem Hotel "Iberostar Praia do Forte" umspülen. Die Fahrt vom Flughafen dauert eine gute Stunde. Dieses Hotel liegt absolut einsam, außer schöner Natur gibt es eigentlich nichts im Umkreis. Schon auf der Fahrt zum Hotel bekamen wir den ersten Eindruck von diesem schönen Land. Grün wohin das Auge schaute, einfach schön! Die Preise für die Touren sind zwar sehr teuer, doch es lohnt sich!
Wir sind mit "Neckermann" nach "Salvador de Bahia" geflogen und haben im Hotel "Iberostar Praia do Forte "gewohnt. Das Hotel besteht aus drei dreistöckigen Häusern mit insgesamt 636 Zimmern, die von einer traumhaften Gartenlandschaft umgeben sind. Alles war alles super gepflegt und es gibt hier überall Teiche, in denen sich viele Fische über die unnötigen Fütterversuche (sie werden vom Personal versorgt) der Gäste amüsieren. Lange Säulengänge, die sämtliche Häuser bis zu den Restaurants und der Rezeption miteinander verbinden, sorgen dafür, dass man bei Tropenregen trocken und bei Sonnenschein "beschattet" überall ankommt. Zu empfehlen ist der "Block 2": Er ist sehr zentral und ruhig gelegen.
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Was an allen Blöcken sehr erfreulich ist, sind die verschieden-gestalteten Innenhöfe. Es lohnt sich, einmal jeden Innenhof anzuschauen!
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Die Anlage verfügt wie jedes andere Hotel über eine Rezeption, ihr angeschlossen befindet sich die Lobby-Bar. Hier befinden sich im gesamten Lobbybereich ausreichend Sitzmöglichkeiten. Die Cocktails in diesem Hotel sind einfach klasse. Wer's mag, kann seinen Cocktail auch ohne Alkohol genießen. Auch bekommt man an der Bar nicht nur nationale, sondern auch allerfeinste internationale Alkoholika.
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Die Nationalitäten der Gäste sind verschieden, Deutsche sind am wenigsten vertreten, Italiener am meisten. Am Wochenende gibt es einen riesigen Einfall von Brasilienergruppen, für die eine große Begrüßungsshow veranstaltet wird. Das Hotel organisiert dann auch seperates Einchecken, sodass man als Gast nur sehr wenig davon mitbekommt.
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Alle Zimmer sind sehr groß und schön eingerichtet. Es gibt auch Suiten, die allerdings nicht über den Veranstalter buchbar sind, sondern nur direkt beim Hotel. Für die Kleidung war genügend Platz und auch reichlich Bügel im Schiebetürenschrank vorhanden. Außerdem befand sich darin ein Safe mit Zahlenkombination.
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Zur weiteren Ausstattung gehörten ein Schreibtisch mit Hocker, darauf ein Fernseher, der auch die Deutsche Welle übertrug und ein Schrank, in dem sich die Minibar befand, die alle zwei Tage aufgefüllt werden sollte, aber jeden Tag von der Reinigungskraft gefüllt wurde. Bier und Coca Cola waren nur die Anfangsausstattung, aber Wasser mit und ohne Kohlensäure, Fanta, Sprite und Guarana wurden immer nachgefüllt. Auf der Minibar stand ein Eisbehälter, der im EG und in der 1. Etage an einer Eismaschine gefüllt werden konnte.
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In der Urlaubsanlage befanden sich drei Pools. Ein immenser Pool lag zwischen Haus 1 und 2 und hatte einen integrierten Kinderpool, sowie einen großen Whirlpool. Auch wurden hier die sportlichen Wasseraktivitäten durchgeführt. An diesem Pool findet man dann auch die Swim-up-Poolbar, die von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet hatte. Hier wurden u.a. auch mehrere selbst gemachte Eissorten gereicht.
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Ein kleinerer, mehr ruhig gelegener Pool befand sich zwischen Haus 2 und Haus 3. In dieser Poollandschaften konnte man sehr flach hineingehen, somit auch für Kinder optimal! Badetücher für den Pool- und Strandbereich waren an beiden Pools in der Zeit von 8.00 bis 18.00 Uhr erhältlich.
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Dicht am Strand befand sich der "Olympia-Pool", in dem man super seine Bahnen ziehen konnte. "Oben ohne" ist laut Hausordnung an den Pools verboten, am Strand war es jedoch erlaubt. Alle Liegen an den Pools waren mit Auflagen versehen.
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Das Essen war einfach toll, hier war für jeden Geschmack was dabei. Besonders kommen hier Fleischliebhaber voll auf ihren Geschmack. Es gab ein Hauptrestaurant und vier Themenrestaurants.
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Das Hauptrestaurant, das Meu Rei, ist ein reines Buffetrestaurant. Hier können alle drei Hauptmahlzeiten eingenommen werden. Das Restaurant verfügt über einen Raucher- und einen Nichtraucherbereich.
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Das "La Palma" ist eins von zwei Snackrestaurants. Hier konnten Langschläfer von 10:00 Uhr bis 11:45 Uhr kontinental und ausgiebig frühstücken. Hier braucht niemand Hungern! Ab 13:00 Uhr bis 15:00 Uhr konnte hier zu Mittag gegessen werden (Fastfood).
Das "Praia Rodizio“ ist ebenfalls ein Snackrestaurant. Hier konnte von 12:00 Uhr bis 16:00 Uhr gespeist werden und das Essen war umfangreicher als im „La Palma“
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Abends verwandelte sich das Restaurant in ein Brasilianisches Spezialitäten Restaurant. Wie üblich musste man hier einen Tisch vorbestellen. Der Besuch am Abend hat sich auf jeden Fall gelohnt. Hier ging der Ober mit verschieden Fleischspießen von Tisch zu Tisch und schnitt das Fleisch frisch ab. Das ist einfach typisch Brasilianisch!
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Das nächste Spezialitäten Restaurant ist das „Sakura“.
Hier wurde das Essen typisch japanisch zubereitet. Man saß mit mehreren Personen um eine große Grillplatte und bei jeder Zutat wurde jeder Gast gefragt, ob er diese auch möchte. Als alle Zutaten bereit waren, begann das Showkochen. Es war eine beeindruckende Show und das Essen und der Service war einfach hervorragend.
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Als letztes Restaurant gibst es das Fischrestaurant “Mare Nostrum“. Hier bekam man hauptsächlich Fischspezialitäten serviert. Die Vorspeisen waren in Buffetform, aber das eigentliche Menü wird a la Carte gereicht. Die Fisch- und Fleischspeisen schmeckten einfach klasse.
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Bei dem Strand handelte es sich um einen weißen, feisandigen, kilometerlangen und einsamen Sandstrand. An diesem konnte man auch bis nach "Praia do Forte" laufen. Die durchschnittliche Zeit für diesen Spaziergang beträgt ca. 50 Minuten. Das Meer hatte immer eine starke Brandung. Aus diesem Grund wehte auch ständig die rote Flagge und ein Rettungsschwimmer war immer vor Ort und achtete darauf, dass niemandem etwas geschah.
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Am gesamten Strand wird ein Schildkrötenprojekt unterstützt, dessen Station sich in Praia do Forte befindet. Es lohnt sich, das Dörfchen Praia do Forte mit seinem Projekt zum Schutz der Meeresschildkröten anzuschauen. Der Eintritt kostete pro Person 8 Real (ca. 3,00 Euro). Die Schildkröten Station dient der Aufzucht verschiedener Schildkröten, aber auch allgemein zur Rettung kranker Meeresbewohner In dieser Station findet man neben kleinen, gerade geschlüpften Schildkröten auch Rochen, Kugelfische und sogar kleine Haie. All diese Tiere werden aufgepäppelt und anschließend wieder ins Meer entlassen. Die Taxifahrt dorthin hat einen Festpreis von 20 Real (gute 7,00 Euro). Ein Taxi wird vom Hotelboy vorn am Eingang geholt. Auf dem Rückweg bekommt man ein Taxi wieder dort, wo man abgesetzt wurde.
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Das Dorf Praia do Forte
ist sehr schön angelegt und deswegen sehr beliebt bei den Touristen. Geldprobleme gab es eigentlich nicht, da es auch hier mittlerweile Geldautomaten gibt, die auch EC-Karten akzeptieren. Es gab hier viele Stände, an denen man kleine und auch größere Souvenirs kaufen konnte.
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Was man sich auf keinen Fall verpassen sollte ist "Salvador da Bahia" zu besuchen. Wir hatten die Tagestour nach Salvador gebucht. Als erstes haben wir einen Stopp am Leuchtturm Farol da Barra gemacht
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Der Stadtstrand in "Salvador de Bahia" ist bei gutem Wetter immer gut besucht. Es gab also viel zu entdecken, denn das gesamte Leben der Brasilianer scheint sich um Strand und Meer zu drehen. Hier flanierten die Leute auf und ab, es wurden Fußballspiele ausgetragen und die Surfer zeigen ihr Können. Die gesamte Strandpromenade wird von unzähligen Restaurants gesäumt. Hier vom Leuchtturm hatte man einen herrlichen Blick über die Bucht.
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Dann ging es weiter zum ehemaligen Gouverneurspalast, heute ist hier ein Museum eingerichtet
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Von hieraus hatte man einen herrlichen Blick auf den Hafen und der "Elevador Lacerda"(ein Schnellaufzug). Eine steile Klippe unterteilt Salvador in zwei Teile. Sie heißen "Cidade Alta" (Oberstadt) und "Cidade Baixa" (Unterstadt) und sind durch die "Palno-Inclinado-Drahtseilbahn", den "Elevador Lacerda" und einige sehr steile Strassen miteinander verbunden.
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Nun ging es weiter Pelourinho
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Pelourinho war mehr als zwei Jahrhunderte lang die Hauptstadt Brasiliens. Es gelingt Salvador sehr erfolgreich in ganz einheitlicher Art europäische, afrikanische und indianische Kulturen zu vereinen. Die Stadt bewahrt sich bis in die heutigen Tage noch prächtige architektonische Beispiele der Renaissancezeit. Das historische Stadtzentrum Salvadors bewahrte sich seine ursprüngliche städtische Struktur des 16.Jh., welche sich bis hin ins folgende Jahrhundert hinein zog.
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Mit kleinen Veränderungen ist die derzeitige Stadtgestaltung dieselbe wie jene, welche in den Stadtplänen aus dem Ende des 17. bis Anfang des 18.Jh. zu sehen ist. Pelourinho, ein Teil vom historischen Stadtzentrum Salvadors, beherbergt den größten architektonischen Komplex des barocken Amerikas: Seine 600 Gebäude aus der Zeit des 17., 18. und 19.Jh wurden komplett restauriert und von der UNESCO zum Natur- und Humanitärenerbe ernannt.
Der Name dieses Stadtteiles erinnert an einen kleinen Platz, an dem früher Kriminelle und Sklaven an einem Steinposten (Pelourinho) angebunden und öffentlich bestraft wurden. Heutzutage begleiten im Pelô - wie er liebevoll genannt wird - die Stimmen der Farbigen die Tamoure von Olodum, einer afromusikalischen Gruppe. Die Gruppe probt an den Hängen des Stadtteiles ihre Musik ein, die sich so mit den Capoeira-Gesängen und dem Klang der Musiker vermischen, die sich auf dem öffentlichen Platz und in den Bars präsentieren.
| Wir haben die Franziskaner-Kirche besucht, die mit ihrem vielen Blattgold als die reichste Kirche Brasiliens gilt. Sie ist sogleich eine Wallfahrtskirche in Bonfim. |
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Anschließend ging es zum Forte de Monte Serrat, das heute noch als Kaserne dient. Die Stadt Salvador war als die Hauptstadt der Kolonie Brasilien ein wichtiger portugiesischer Stützpunkt. Aus diesem Grund war der Ort einst mit 13 Befestigungsanlagen gesichert. Heute sind noch elf dieser Anlagen erhalten. Die "Forte de Monte Serrat" ist eine der elf Anlagen.
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Hier endete nun die Tagestour durch Salvador do Bahia.
Nach ein paar erholsamen Tagen am Strand und am Hotelpool wurde es Zeit noch etwas zu unternehmen:
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Wir gingen auf ein Quadt- und Kanutour
Die Kombination gab uns die Möglichkeit, die nicht so touristischen Ecken kennen zu lernen. Wir fuhren über Feldwege und sahen noch mehr von der üppigen Vegetation. Die Fahrt führte auch an einigen abgelegenen Häusern vorbei, in denen die Einheimischen leben.
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Nach zwei Stunden und einigen Stopps endete die Quadt-Tour und eine halbe Stunde später startete die Kanu- Tour.
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Diese Tour startete genau wir die Quadttour von "Praia do Forte" aus. Hier ist ein riesengroßer See, der Ähnlichkeit mit Mangroven hatte. Es ragten Baumstämme aus dem Wasser und stellenweise gab es kleine, unbewohnte Inseln. Hier hat man an einigen Bäumen sogar Spuren von Affen gesehen. Die Tour war sehr schön, es gab reichlich zu entdecken.
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FAZIT:
Die zwei Wochen Urlaub in Brasilen gehen zu Ende. Auch diese Reise hat uns sehr gefallen und die Erwartungen mehr als erfüllt. Sicher werden wir dieses Land nochmal bereisen, da es einfach traumhaft schön ist!
Allgemeine Informationen
Anmerkung
Einreisekarten und Stempel werden am Flughafen verteilt.
Hinweis
In Zukunft soll langes und mühsames Anstehen vor der Passkontrolle mit Hilfe eines Strichcodes entfallen. Deshalb kann man heute schon seine Personalien im Internet auf www.dpf.gov.br eingeben. Auf der Internetseite wählt man zunächst unter Serviços à Comunidade und dort unter Formulário Eletrônica de Migração die gewünschte Sprache. Dann füllt man alle Felder aus und erhält schließlich nach Übermittlung der Daten einen Strichcode, den man ausdruckt, im Pass aufbewahrt und bei der Kontrolle vorzeigt. In der Praxis hat sich das angestrebte vereinfachte Einreiseprozedere allerdings noch nicht durchgesetzt.
Reisepass
Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.
Einreise mit Kindern
Deutsche: Deutscher Kinderausweis grundsätzlich mit Lichtbild oder eigener Reisepass.
Hinweis zum Kinderausweis und Kinderreisepass:
Es werden keine neuen Kinderausweise mehr ausgestellt. Alte Kinderausweise sind jedoch noch bis zum Ablauf ihrer jeweiligen Gültigkeit nutzbar.
Österreicher:
Eigener Kinderreisepass bis zum vollendeten 12. Lebensjahr oder Eintragung des Kindes in den Reisepass eines mitreisenden Elternteils bis zum vollendeten 11. Lebensjahr (am besten Eintragung des Kindes im Reisepass der Mutter; bei einer Eintragung in den Reisepass des Vaters können örtlich Probleme entstehen)
Schweizer: Eigener Reisepass.
Türkei: Eigener Reisepass.
Anmerkung:
Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
Achtung:
Alle Personen unter 18 Jahren, die alleine oder nur mit einem Elternteil einreisen oder in Begleitung Dritter reisen, müssen eine schriftliche Genehmigung der Eltern bzw. des abwesenden Elternteils vorweisen können. Außerdem muss für alle alleinreisenden Minderjährigen die Reiseerlaubnis von einem Notar, dessen Unterschrift bei der Konsularabteilung der Botschaft in Berlin hinterlegt ist, ausgestellt und danach bei der zuständigen brasilianischen Botschaft beglaubigt werden.
Visum
Allgemein erforderlich, ausgenommen sind Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für touristische (und von einigen der Länder (s. Anmerkung) auch für geschäftliche) Aufenthalte von bis zu 90 Tagen:
Bundesrepublik Deutschland, Österreich, übrige EU-Länder, die Schweiz und die Türkei ([1] Ausnahmen: Visumpflicht besteht für Staatsangehörige von Estland, Lettland, Malta und Zypern).
Geschäftsreisende sollten sich vor Antritt der Reise bei den zuständigen konsularischen Vertretungen (s. Adressen) erkundigen, ob sie für ihre Reise ein Visum benötigen.
Transit
Transitreisende, die innerhalb von 24 Stunden mit dem nächsten Anschluss weiterfliegen, nicht über Nacht bleiben und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum. Auch wenn unter den genannten Bedingungen ein Transit möglich ist, wird visumpflichtigen Staatsangehörigen empfohlen, vor der Reise ein Transitvisum zu beantragen, um mögliche Schwierigkeiten zu vermeiden.
Achtung:
Transitvisafreiheit besteht nicht beim Transit
(a) zwischen dem São Paulo Vircopos Airport, dem Congonhas Airport und dem Guarulhas Airport,
(b) zwischen dem Rio de Janeiro Galeão Airport und dem Santos Dumont Airport,
(c) am Confis Airport in Belo Horizonte.
Visaarten
u.a. Besuchs- und Touristenvisum, zeitlich begrenztes Visum, Dauervisum, Transitvisum.
Gültigkeitsdauer
Touristen-, Geschäftsvisum: bis zu 90 Tage. Einmalige Verlängerung für weitere 90 Tage kann vor Ort bei der brasilianischen Bundespolizei (Policia Federal) beantragt werden. Der Gesamtaufenthalt darf in einem Zeitraum von 12 Monaten 180 Tage nicht überschreiten. Alle Visa erlauben mehrfache Einreise während des Gültigkeitszeitraums. Touristen dürfen in Brasilien keine Arbeit aufnehmen.
Antragstellung
Brasilianisches Fremdenverkehrsamt
Börsenplatz 4, 60313 Frankfurt/a.M.
Tel: (069) 96 23 87 33.
Internet: www.braziltour.com
EMBRATUR - Instituto Brasileiro de Turismo
SQN, Quadra 02, Bloco G, 1o. andar, BR-70712-907 Brasília-DF
Tel: (061) 34 29 77 77.
Internet: http://www.turismo.gov.br/ und http://www.braziltour.com/
Zweigstelle in Rio de Janeiro.
Botschaft der Föderativen Republik Brasilien
Wallstraße 57, D-10179 Berlin
Tel: (030) 72 62 80.
Konsularabt.: Tel: (030) 72 62 86 00 (allg. Fragen).
Internet: www.brasilianische-botschaft.de
Mo-Fr 08.30-13.00 Uhr. Konsularabt.: Mo-Fr 09.00-13.00 Uhr.
Generalkonsulate in Frankfurt/M (Tel: (069) 920 74 20) und München (Tel: (089) 210 37 60).
Honorarkonsulate in Aachen, Bremen, Hannover, Hamburg, Stein bei Nürnberg und Stuttgart.
Botschaft der Föderativen Republik Brasilien
Pestalozzigasse 4/2, A-1010 Wien
Tel: (01) 512 06 31. Konsularabt.: Tel: (01) 512 06 32.
Internet: www.brazil.or.at
Mo-Fr 10.00-13.00 und 15.00-17.00 Uhr (Publikumsverkehr). Konsularabt.: Mo-Fr 9.00-15.00 Uhr.
Honorarkonsulate in Graz, Innsbruck, Linz, Hard und Salzburg.
Botschaft der Föderativen Republik Brasilien
(ohne Visumerteilung)
Monbijoustraße 68, CH-3007 Bern
Postanschrift: Postfach 1004, CH-3000 Bern 23
Tel: (031) 371 85 15.
Internet: www.brasbern.ch
Mo-Fr 09.00-13.00 Uhr und 14.00-17.00 Uhr.
Generalkonsulat mit Visumerteilung in Zürich (Tel: (044) 206 90 20/30. Internet: www.consuladobrasil.ch) und in Genf (Tel: (022) 906 90 20).
Hinweis: Laut brasilianischem Konsulat in Berlin müssen vor der Einreichung der Original-Antragsunterlagen zurätzlich noch persönliche Informationen im Internet (https://scedv.serpro.gov.br/) angegeben werden.
Bearbeitungszeit
Je nach Staatsbürgerschaft unterschiedlich. Persönliche Antragstellung: Ca.7 Tage, maximal 90 Tage. Postalisch: ca. 10 Arbeitstage.
Ausreichende Geldmittel
Ausländer müssen über ausreichende Geldmittel verfügen.
Gesundheitsvorsorge
Die medizinische Versorgung im Lande ist, soweit es sich um die größeren Städte handelt, mit der in Europa zu vergleichen. Sie ist auf dem Lande jedoch vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch. Deutsch-, französisch- oder englischsprachige Ärzte sind in allen größeren Städten zu finden. Die deutschen Auslandsvertretungen vor Ort stellen auf Wunsch Listen der ihnen bekannten deutsch- und englischsprachigen Ärzte zur Verfügung. Das Hauptkrankenhaus in São Paulo ist das Hospital das Clinicas. Die Kosten der medizinischen Behandlungen sind hoch.
Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden dringend empfohlen.
Verlängerung des Aufenthalts
Die Aufenthaltsberechtigung kann vor ihrem Ablauf bei der brasilianischen Bundespolizei um weitere 90 Tage verlängert werden.